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Alles darf Ausdruck finden
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Alles was in Dir ist, hat einen Grund. Und hat seine Daseinsberechtigung. Seien es Gefühle, Bedürfnisse, Gedanken, Eindrücke oder einfach nur ein großes Chaos oder Leere. Und alles was da ist, will in irgendeiner Form gesehen, gelebt, erfahren, ausgedrückt werden.


Nicht für alles gibt es Worte. Manches braucht Ausdruck durch Geräusche, Töne, Musik, anderes durch Bewegung oder Tanz. Kunst in jeglicher Form ist eine Ausdrucksform.

Es muss nicht laut sein. Es muss nicht einmal eine große Bühne bekommen.


Im Übrigen darf auch jede Idee Ausdruck finden. Auch wenn sie (noch) keine Umsetzung findet, so kann sie doch aufgeschrieben und gesammelt werden.


Alles darf Ausdruck finden. Die Frage ist: Welche Form des Ausdrucks entspricht dem jeweiligen Aspekt in dir? Welche Ausdrucksform entspricht dir?

Hast du schonmal probiert Wut zu tanzen? Oder Trauer zu malen? Vergebung zu singen? Oder Chaos in Worte zu fassen? Hast du schonmal versucht den körperlichen Schmerz nicht mit Jammern zu verschlimmern, sondern Raum zu geben durch einen Ton?


Aber auch die ganz banalen Dinge wollen Ausdruck finden: Wenn dir etwas gefällt. Wenn du etwas an jemandem magst oder dir eine wertvolle Veränderung an jemandem aufgefallen ist. Wenn du selbst etwas neues gelernt oder etwas geschafft hast.


Verabschiede dich von Perfektion und sei mutig hässlich zu malen, schräg zu singen, lächerlich deinen Körper zu bewegen, gruselige Geräusche von dir zu geben – oder Dinge auszusprechen, die schon lange gesprochen werden wollten.


Reflektionsfrage:

  • Was ist jetzt gerade in dir präsent? Und wie möchte dieses ausgedrückt werden?

Annahme
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Etwas anzunehmen, das man eigentlich vermeiden, nicht fühlen, nicht erleben, nicht haben möchte, ist die größte Herausforderung, die größte Schattenarbeit. Und wohl die effektivste Form der Befreiung. 


Wenn wir unangenehme Emotionen in uns spüren oder körperliche Schmerzen und uns jemand erzählt: „Nimm den Schmerz einfach an“, dann fühlen wir uns oft nicht gesehen in unserem Leid, nicht verstanden oder werden wütend. Und ja, das Erlebte, Erfahrene darf erkannt werden in seiner Intensität, Überforderung, in seiner Unaushaltbarkeit. Es geht nicht darum irgendwas schön zu reden, was einfach nicht schön ist. 


Worum es geht: Aus dem Widerstand herauszukommen. Und einzugestehen: Ja, das gerade ist nicht schön, ich wünsche es mir anders und: Ich nehme es jetzt gerade so an, wie es ist. 


Viele verwechseln Annahme damit, dass ein Zustand genauso bleiben soll, wie er ist. Es geht nicht um die Fixierung der Zukunft, sondern um die Akzeptanz des gegenwärtigen Moments. 

Oder sie wird mit Resignation verwechselt. Doch es geht eben nicht darum taub, stumpf, gleichgültig zu werden. Sondern weit zu werden. Zu würdigen, was jetzt ist und sich darauf auszurichten, was kommen darf. 


Widerstand bindet unfassbar viel Energie, raubt uns alle Kraft, bringt uns in die Selbstverurteilung oder Verurteilung anderer. Annahme bringt Weite. Bringt Frieden und Ruhe - auch in die Schwere des Lebens. Öffnet Türen für etwas Neus. 


Dieser Schritt kann sich nach Stillstand anfühlen. Doch oft ist er der größte Schritt, den wir jemals gewagt haben. 


Impuls:

  • Versuche mal auf rein körperlicher Ebene die Qualität von Widerstand wahrzunehmen. Wie fühlt sich das an? 

  • Und gehe danach in die Qualität der Annahme. Was verändert sich in deinem Körper? 

  • Und dann erforsche mal folgenden Satz für dich. „So ist es gerade.“

Dein Herz weiß
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„Ich bin mir nicht sicher, ob ich das will.“ – heißt meistens: Doch, du weißt! Aber der Kopf ist noch zu laut. Der Kopf erzeugt Ängste, Zweifel, Unsicherheiten. Und das ist auch in Ordnung. Das ist sein Job. Nur ist er ein schlechter Berater, wenn er im Alleingang durch alte, sehr vertraute Gedankenmuster durchmarschiert. 

Neue Visionen, Möglichkeiten, Verhaltensmuster sind ihm zu anstrengend. 


„Hör auf die Stimme Deines Herzens“ ist so schnell und so leicht gesagt. Aber wie hört man diese Stimme? Oft ist es viel mehr ein Gefühl im Bauchraum. Oder irgendwo im Körper, wo wir es nicht einmal genau lokalisieren können. Was wir leichter beantworten können: Fühlt es sich eng oder weit im Körper an? Hebt es dich an oder macht es dich schwer? 


In diese Wahrnehmung kommen wir nur in der Stille, im nach innen Lauschen. Wir sind es gewohnt messerscharfe Gedanken, direkte Vorstellungen und klare Pläne zu erhalten. 

Doch die Stimme des Herzens und im Bauch ist sehr viel subtiler, weniger aufdringlich – eher ahnungsvoll. Diese Stimme zu hören und ihr zu vertrauen braucht Übung, Geduld und Ruhe. Und sie ist sofort wieder zerstört, sobald der Kopf die Macht zurückerhält. Vor allem, wenn Ängste im Kopf laut werden. 


Das Herz ist die Mitte zwischen Bauch und Kopf und kann die klügste Entscheidung treffen – wenn Kopf- und Bauchstimme miteinander verbunden werden und sich in der Mitte treffen. Wenn du dich fragst: „Was sagt mein Herz dazu.“, dann sei offen für eine direkte Antwort – aber erwarte sie nicht. Oft zeigt sie sich erst nach längerem „In die Frage Hineinspüren“. 


Reflexionsfrage

  • Welches Thema braucht gerade eine Antwort von deinem Herzen und aus dem Bauch heraus – statt aus dem Kopf?

Entwicklung ist Glück
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„Progress equals happiness.“ Tony Robbins 


Fortschritt macht uns glücklich. Häufig haben wir eher ein Ziel im Auge, als die vielen kleinen Schritte auf dem Weg dorthin. Doch ist es ebenso häufig weniger die Zielerreichung, die uns glücklich macht, sondern die Wahrnehmung, dass wir uns weiterentwickeln, vorankommen, verändern, etwas besser oder überhaupt können, etwas verstehen, etwas anwenden können. 


Das Glück liegt nicht im Ankommen, sondern im Unterwegssein. Wie sehr freuen wir uns bei kleinen Babys über jede kleinste Entwicklung – und sei es, dass es seinen Kopf alleine halten oder allein sitzen kann. 


Sitzen, stehen oder das Alphabet aufzählen zu können beeindruckt später niemanden mehr. Doch auch wir freuen uns, wenn wir plötzlich einen Klimmzug schaffen, einen ganzen Satz auf französisch sprechen können oder diese eine Angst uns nicht mehr völlig im Griff hat. 


Häufig gibt es auf dem Weg der Entwicklung, der Entfaltung und des Lernens gar kein endgültiges Ziel, sondern lediglich einen permanenten Fortschritt. Und wenn das Ziel doch erreicht wurde und der Führerschein endlich da und der 18. Geburtstag erreicht ist, dann braucht es neue Ziele. 


Wir sind dazu gemacht, um zu wachsen. Nicht um perfekt zu sein, sondern um uns permanent auszudehnen, neu zu erfahren. Eine ausgeprägte tägliche Routine, in der jeder Tag dem anderen gleicht und freie Minuten und Stunden ausschließlich mit Medienkonsum gefüllt werden, in der kein Raum für Kreativität und Inspiration bleibt, lässt keine Entwicklung zu – und lässt uns zunehmend unzufriedener werden. 


„Stillstand ist der Tod.“, sangen die Toten Hosen. Wo Entwicklung geschieht, ist Bewegung – und Bewegung ist Leben. 


Reflexionsfragen

  • Welche Fähigkeiten oder Stärken durfte ich in den letzten Monaten entwickeln? 

  • Wo wünsche ich mir gerade Wachstum oder Entwicklung? 

  • In welchen Entwicklungsmomenten habe ich Glück oder innere Zufriedenheit gespürt?

Es gibt keine falschen Entscheidungen
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Wenn du gerade vor einer Entscheidung stehst und unsicher bist – oder eine vergangene Entscheidung anzweifelst oder gar bereust, dann führe dir vor Augen: Du kannst keine falschen Entscheidungen treffen.


Selbst wenn es sich danach anfühlt, selbst wenn es vermeintlich ein „Scheitern“ gab oder geben könnte oder die Entscheidungen folgenreiche Konsequenzen hatte/ haben könnte. So oder so lernen wir immer etwas aus unseren Entscheidungen. So oder so, werden durch Entscheidungen immer neue Türen geöffnet, die es ohne Entscheidung gar nicht gab.


Oft gibt es Reue in Bezug auf vergangene Entscheidungen, da scheinbar etwas fehlgelaufen ist. Und was ist, wenn genau das genauso sein sollte?

Wir können zweifeln, bewerten, verurteilen und uns fragen, „Was wäre, wenn…?“

Was wäre, wenn wir schlichtweg darauf vertrauen, dass, egal wie wir uns entscheiden, wir immer genau die richtigen Dinge lernen, erfahren und erkennen?


Die meisten erfolgreichen Menschen berichten davon, dass sie unzählige Male gescheitert sind, bevor sich der Erfolg eingestellt hat. Und dass vermutlich diese Scheiter-Momente die Pflastersteine auf dem Weg nach oben waren.

Den meisten glücklichen Beziehungen gehen unendlich viele gefühlte Scheiter-Momente voraus.

Kinder, die auf eine heiße Herdplatte gefasst haben, werden das mit Sicherheit nie wieder tun.


Egal wofür du dich entscheidest – du wirst immer genau das lernen, was wichtig für dich ist. Was jetzt „dran ist“. Also bereue keine alten Entscheidungen und begehe mutig neue.


Das Schlimmste, was du tun kannst: Keine Entscheidung treffen. Dann übernimmt das jemand anderes für dich. Oder das Leben.


Reflexionsfragen

  • Welche Entscheidung aus der Vergangenheit beschäftigt dich heute noch? Und darf befriedet werden?

  • Was hast du aus dieser Entscheidung gelernt, was vermutlich ohne die Entscheidung nicht geschehen wäre?

  • Welche Entscheidungen stehen aktuell an? Gibt es eine, die du vor dir herschiebst, aus Angst die falsche zu treffen?

  • Was verändert sich, wenn du in das Vertrauen gehst, dass es keine falschen Entscheidungen gibt?

Fülle
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Fülle. Was löst dieses Wort in dir aus?


Zunächst einmal ist es wichtig Deine Beziehung zur Fülle zu klären. Was verbindest du damit? Wie fühlt sich der Begriff für dich an? Nach Weite, Wohlbefinden, Glückseligkeit und Dankbarkeit? 


Oder doch eher negativ? Verbindest du mit Fülle einfach nur mit „mehr“, Luxus, Überfluss, womöglich sogar Habgier?


Oder ist Fülle etwas, wonach du dich zwar sehnst, sie aber nicht in deinem Leben siehst?


Die Natur lebt es uns vor: Sie lebt in Fülle und Überfluss, in absoluter Verschwendung. Fülle ist ein natürlicher Seins-Zustand. Und doch beginnt sie – wie sollte es anders sein – nicht im Außen, sondern im tiefsten Innern deines Seins.

Sie beginnt in deinem Blick auf die Welt. Und in deinem Blick auf dich selbst.


Wir sind permanent von Fülle umgeben – wir müssen sie nur als solche erkennen. Am ehesten gelingt uns das, wenn wir in einem Bereich Mangel erlebt haben. Wenn man drei Tage in einem afrikanischen Land mit tropischer Hitze ohne einen Tropfen fließendes Wasser verbracht hat, weiß man den schier unermesslichen Luxus eines unerlässlich laufenden Wasserhahns wieder ganz neu zu schätzen. Wer lange krank war, weiß um den unschätzbaren Wert der Gesundheit. Und irgendwann wird es doch wieder selbstverständlich…


So ist es auch mit unseren Gaben, Talenten, Fähigkeiten. Etwas, das uns leichtfällt, wird oft nicht als Fülle und wertvoll empfunden, denn es ist zur Selbstverständlichkeit geworden. 

Doch auch in einem Ohr, das offen und urteilsfrei zuhört, liegt unendlich viel Fülle. In Wissen, das sich über die Jahre aufgebaut hat, in Lebenserfahrung, in der Gabe Mut zuzusprechen…


Fülle ist kein äußerer Zustand, sondern eine Wahrnehmungs-Fähigkeit. Die Fähigkeit zu erkennen, dass wir permanent von ihr umgeben sind. Dass wir selbst manifestierte Fülle sind. Dass wir dazu gemacht sind, uns selbst unerlässlich nach außen zu verschenken, nichts zurückzuhalten.


Fülle ist die Fähigkeit diese nicht nur in Geld und Luxus zu messen, sondern in Begegnungen, Erfahrungen, Möglichkeiten, Ressourcen, Fähigkeiten und Infrastrukturen. 

Fülle ist die Fähigkeit Dankbarkeit und Demut als Grundzustand aufrechtzuerhalten.


Und: Fülle ist die Fähigkeit zu geben UND zu nehmen. Die Geschenke des Lebens mit voller Freude entgegenzunehmen. Und Geschenke mit vollen Händen auszuteilen. 

Das muss kein monetäres Geschenk sein. Das kann genauso gut Zeit, Zuspruch, ein hilfreicher Impuls oder Wissen sein.


Niemandem auf der Welt ist geholfen, wenn wir uns im Mangel halten. Das Glück der Welt gehört denjenigen, die es mit vollen Händen austeilen. Denn dort fließt es ohne Unterlass zurück.


Reflexionsfragen:

  • Welches Verhältnis hast du zur Fülle?

  • Was in deinem Leben ist bereits da, das mehr Wertschätzung verdient?

  • Wo richtest du deinen Blick eher auf Mangel als auf Fülle?

  • An welcher Stelle könntest du dir mehr Fülle erlauben? Wo verbietest du dir Fülle?

  • Wie könnte ich mehr Raum von Fülle in meinem Alltag schaffen?

Glaube nicht. Wisse!
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„Ich glaube, ich schaff das.“ „Ich glaube daran, dass alles gut wird.“ „Ich glaube, das ist nichts für mich.“


An etwas zu glauben, bedeutet es anzunehmen. Das impliziert eine Rest-Unsicherheit, eine Ungewissheit, vielleicht sogar ein Zweifeln. Es bleibt Raum für die Nicht-Existenz oder Unwahrheit des Geglaubten.


Wenn du aber weißt, dass du das schaffst, wenn du weißt, dass etwas gut wird, wenn du weißt, dass etwas passiert – ja dann verbindet sich dein unendliches Potenzial mit genau dieser Realität.


„Bete und wisse, dass das worum du gebeten hast, bereits dein ist.“ Sinngemäß steht es so in der Bibel. Da steht nicht „Hoffe darauf, dass du gehört wirst.“ Nein: „Wisse!“ Und es braucht dafür keine Bibelgläubigkeit: Das ist reine Quantenphysik.


Wenn du glaubst, hältst du es für möglich, dass es auch anders sein kann. Das signalisiert Mangel, Unsicherheit, Zweifel. Die Energie von Wissen, im Sinne von Gewissheit, aber aktiviert aus dem unendlichen Potenzial exakt die von dir gewusste Realität.


Das funktioniert leider auch im negativen Sinne: „Ich wusste, dass ich es wieder nicht hinkriege.“ Das kennen wir als die sogenannte selbsterfüllende Prophezeiung. Spannenderweise kennen wir diese vor allem im negativ konnotierten Kontext. 


Wissen bedeutet nicht, dass du jeden Schritt kennst oder dass keine Herausforderungen auftauchen werden. Es bedeutet auch nicht, die Kontrolle über alles zu haben. Vielmehr ist es eine innere Entscheidung für Klarheit und ein tiefes inneres Ausgerichtetsein auf das, was für dich wahr ist.


Genau das ist der Unterschied: Glaube wartet meist auf Bestätigung im Außen. Wissen entsteht zuerst im Inneren.


Und aus dieser inneren Gewissheit heraus verändern sich Haltung, Entscheidungen, Sprache und letztlich auch die Realität, die wir erleben.



Vielleicht geht es bei dieser Botschaft aber auch um etwas anderes für dich: Vielleicht geht es um eine Annahme, die nie überprüft wurde. Um einen Bereich in deinem Leben, in dem du blind auf etwas vertraust, dass dir vermittelt wurde, ohne dass du dies je hinterfragt hast. Vielleicht geht es um einen bestehenden Kommunikationsbedarf mit einer anderen Person oder Institution. Manchmal ist die Aussage „ich glaube“ auch ein Umschiffen einer Entscheidung oder klaren Positionierung: „Ich glaube, ich sollte abnehmen.“


Egal auf welcher Ebene: Wissen bringt dich zurück in deine Verantwortung und macht dich handlungsfähig.


Und Wissen ist keine rein intellektuelle Aneignung von Fakten. Wissen kann auch über Erfahrungen, über Spüren, Beobachtung, Stille erlangt werden. Wissen schafft Klarheit und Ausrichtung.


Reflexionsfragen

  • In welchen Bereichen deines Lebens sagst du oft „Ich glaube …“, obwohl du eigentlich keine klare Position hast?

  • Wo spürst du echte innere Gewissheit – unabhängig davon, was im Außen sichtbar ist?

  • Welche Annahmen über dich oder jemand anderen oder das Leben hast du bisher nie wirklich hinterfragt?

  • Wie verändert sich deine Energie oder Haltung, wenn du statt „Ich hoffe“ sagst: „Ich weiß“?

Ich bin es wert
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Gehörst du zu den Menschen, die glauben sich etwas verdienen zu müssen?


Wir laufen kollektiv mit dem Irrglauben durch diese Welt, dass wir hart arbeiten und viel leisten müssen. Ja es scheint fast so, als könnten wir unsere Existenz hier auf Erden erst durch Leistung rechtfertigen.


Doch entsteht unser Wert nicht erst durch das, was wir tun. Er ist unabhängig von beruflichen Erfolgen, Kontostand oder Fähigkeiten. Unabhängig von Aussehen, Status und Familienstand.


Unser Wert ist unantastbar – auch dann, wenn wir das vergessen haben. Auch dann, wenn wir nicht so funktionieren, wie wir uns das vorstellen oder wie man es vermeintlich von uns erwartet.


Wir sind alles wert, was diese Welt zu bieten hat. Alle Liebe, alle Fürsorge, jeden Erfolg und Luxus, jedes Kompliment, jeden Zuspruch, jede Unterstützung, jeden Respekt. 

Immer.


Nicht erst, wenn wir eine bestimmte Position erreicht, die nächste Ausbildung abgeschlossen oder den Burnout diagnostiziert bekommen haben.


Egal, was es ist: Zeit, die dir jemand schenkt, Materielle Güter, Geld, Anerkennung, Hilfe, Wertschätzung – du bist all das wert, was dir angeboten wird und was du dir ersehnst. Falsche Zurückhaltung hat noch niemanden wirklich weitergebracht. Und niemandem geholfen.


„Ich bin es wert“ wird hin und wieder fälschlicherweise mit Eigenlob oder Egoismus verwechselt. Doch ist es in Wahrheit doch so, dass niemand den wahren Wert seines Gegenübers (an-)erkennen kann, solange er seinen eigenen negiert. Oder andersherum: Wenn du deinen eigenen Thron eingenommen hast, erst dann bist du fähig die Thröne der anderen sehen.


Die Wurzel allen Übels verbirgt sich in der traurigen Tatsache, dass die wenigsten Menschen sich ihren eigenen unermesslichen Wert zugestehen. Was hätten wir für eine Welt des Friedens, wenn sich jeder Mensch seines Wertes bewusst wäre?!


Sich seines Wertes bewusst zu werden hat etwas mit Demut zu tun. Mit der Wertschätzung des Lebens und dass es uns geschenkt wurde und dass dieses Leben, dass durch uns hindurchfließt pures Heiligtum ist. Warum also sollten wir nicht alle alles wert sein?


Reflexionsfragen

  • Woran machst du deinen eigenen Wert fest?

  • Gibt es etwas, das du dir wünschst, aber doch nicht zugestehst?

  • Wie würde sich dein Leben verändern, wenn du nicht mehr das Gefühl hättest, deinen Wert beweisen zu müssen?

  • Was kannst du dir heute selbst Gutes tun, als Anerkennung für deinen eigenen Wert?

Ich bin hier
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Drei einfache Worte und vielleicht fragst du dich: „Ja na klar bin ich hier – und jetzt?“


Zunächst mal ist fraglich, ob du tatsächlich hier bist. Wie oft gelingt es uns ganz hier, ganz in unserem Körper, in uns selbst zu sein?


So viel Zeit des Tages verbringen wir damit, mit den Gedanken und der Wahrnehmung woanders zu sein: Bei Ereignissen, die waren, bei Ereignissen, die wir erwarten oder befürchten, bei den Bedürfnissen, Bewertungen und Urteilen anderer. Oder einfach in der Welt des Sozial Media und den vermeintlich perfekten Lebenssituationen oder auch Dramen anderer Menschen.


Ich kann körperlich anwesend hier und energetisch, mental, geistig in völlig anderen Räumen und Zeiten verweilen. Das Hier plätschert so oft unbemerkt an uns vorbei.


Wenn es uns gelingt, bewusst wahrzunehmen, was gerade ist, ist das eine riesige Errungenschaft.


„Ich bin hier“ geht aber noch etwas tiefer, als den jetzigen Moment zurückzuerobern, in dem ich meine Aufmerksamkeit darauf lenke. Es geht tiefer als die Präsenz des Augenblicks.


Die Tatsache, dass du hier bist, bedeutet: Das Geschenk des Lebens wurde dir gegeben und fließt durch dich hindurch. Eine Kraft, die unermesslich ist, von der niemand von uns wirklich versteht, woher sie kommt. Wir sind hier auf der Erde und haben einen Körper und die Fähigkeit ihn zu nutzen, einen Verstand und die Fähigkeit ihn zu gebrauchen geschenkt bekommen. 

Das haben wir nicht gemacht, wir haben es erhalten. Einfach so. 


Wir sind hier, während wir es genauso gut nicht sein könnten. Und irgendwann werden wir es, zumindest in dieser Form, nicht mehr sein.


Von allen Möglichkeiten, die niemals Wirklichkeit wurden, ist dieses Leben Wirklichkeit geworden. Mit genau diesem Körper. Mit genau dieser Geschichte. Mit genau diesen Erfahrungen.


„Ich bin hier“ ist deshalb auch ein Ausdruck von Staunen und Demut über die Unwahrscheinlichkeit unserer Existenz. Über die Tatsache, dass wir fühlen, denken, lieben, lernen und erleben können.


Reflexionsfragen

  • Was löst die Botschaft „Ich bin hier“ in dir aus?

  • Wie oft bist du tatsächlich hier und wie gelingt es dir, dass immer öfter zu sein?

  • Wie oft hältst du inne und nimmst bewusst wahr, dass du überhaupt existierst?

  • Wenn du dir bewusst machst, dass deine Zeit in dieser Form begrenzt ist: Was wird dadurch wichtiger? Was wird unwichtiger?

Ich gebe ab
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Wie oft tragen wir eine Last auf unseren Schultern, die uns viel zu schwer ist? Die wir viel zu lange schon tragen. Die mitunter überhaupt nicht uns gehört.


Eine Last aus Sorgen, Schuld, zu viel Verantwortung, Erwartungen, denen wir nicht gerecht werden können.


Wir halten daran fest, weil glauben, das müsste so sein. Weil wir gar nicht wissen, wie es sich ohne diese Last anfühlt. Und manchmal, weil uns die Illusion durch das Festhalten alles kontrollieren zu können weniger Angst macht, als die vermeintliche Kontrolle zu verlieren.

Aber was ist, wenn?


Was ist, wenn es Zeit ist diese Last – in welcher Form auch immer – ganz oder zumindest teilweise abzugeben?


Sei es die Verantwortung, die du alleine trägst. Wie wäre es etwas davon zu delegieren? Was ist, wenn du eben nicht alles alleine besser machst? Dein Wert als Mensch bleibt davon völlig unberührt. Dein Lebensgefühl aber könnte sich massiv steigern.


Ist es die Last der Erwartungen, die dir immer schwerer wird? Versuche mal, nur für einen Tag, die Erwartungen dort zu lassen, wo sie herkommen. Gib sie wieder zurück. An bestimmte Menschen oder die Gesellschaft im Allgemeinen. Kannst du ahnen, wie frei und leicht es sich damit lebt? Wir werden niemals, zu keinem Zeitpunkt, an keinem Ort jemals alle Erwartungen erfüllen. Das ist ein Spiel, das wir nicht gewinnen können.


Ist es eine Schuld, die du trägst? Dann lohnt sich zu prüfen, ob es wirklich deine ist oder für wen in deinem Familiensystem du sie vielleicht übernommen hast. Gib sie dorthin zurück, wo sie hergekommen ist – voller Respekt und Würdigung.


Und dann ist da noch das Leben selbst, an das du alles abgeben kannst, das nicht unter deiner Kontrolle liegt. Gib die Kontrolle ab. Gib die Sorgen und Probleme ab. Nicht als Resignation, sondern als Akt der Hingabe an etwas Größeres - im Vertrauen, dass dir gegeben wird, was du brauchst, dass du Unterstützung erfährst, wo es notwendig ist, dass du erhältst, wonach du dich sehnst. 

Manchmal anders, als wir es uns vorstellen können. 


Aber darum geht’s: Wir wissen eben nicht immer alles am Besten. Wir dürfen uns manchmal auch an die Hand nehmen und den Weg zeigen lassen.

Das ist wahre Freiheit.


Reflexionsfragen

  • Welche Verantwortung trägst du, die nicht zu dir gehört?

  • An welchen Stellen übernimmst du Aufgaben, die du ebenso delegieren könntest?

  • Was hältst du fest, obwohl es dir nicht mehr dient?

  • Welche Themen versuchst du zu kontrollieren, anstatt auf das Leben zu vertrauen?

  • Wann hast du erlebt, dass Teilen oder Loslassen Erleichterung gebracht hat?

  • Welche Erwartung an dich selbst darfst du jetzt loslassen?

Lasse geschehen
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Wir sind Organisationstalente, Optimierungsmeister und Planungsmanager. Wir entwickeln, verbessern, bauen, reißen ab, lassen Dinge entstehen… Wir sind richtig gut darin ganz viel zu tun. Und dafür sind wir auch hier. Wir sind Gestalter und Schöpfer.


Wie bei allem gibt es jedoch auch hier die andere Seite, die Seite, die uns häufig nur allzu schwer fällt: Nicht alles will gemacht werden. Manches will einfach von allein entstehen.


Manches will sich von allein entfalten. Der Apfel am Baum kann nicht gemacht werden. Er entsteht von selbst.

Kinder können begleitet und beschützt werden. Aber manches muss von allein geschehen. Das Laufen Lernen geschieht von selbst und zwar zu der für das Kind besten Zeit.


Manche Antworten sind nicht sofort greifbar, sondern ergeben sich erst mit der Zeit. 

Wie immer geht es keinesfalls darum in Passivität zu verfallen oder gar ins Opfer zu verfallen. Es geht viel mehr um die ganz aktive Entscheidung manchen Dingen ihren natürlichen Lauf zu lassen – im Vertrauen, dass die Blume besser wachsen kann, wenn man sie einfach machen lässt.


Die Botschaft „Lasse geschehen“ mag sich vielleicht auch auf dein Innenleben beziehen und dir sagen: Gibt es Tränen, die fließen wollen? Ängste, die gesehen werden wollen? Wut, die eine Stimme bekommen will? 


Und manchmal darf man auch den Körper einfach machen lassen: Lass das laute Lachen einfach aus dir herausdonnern, ohne Sorge, du könntest zu viel sein. Lass deinen Körper so tanzen, wie er es für richtig hält und nicht so, wie es wohl am besten aussieht. Lass die Töne aus Dir herausfließen und sing aus voller Kehle für sie Seele. Und lass deinen Körper sich selbst heilen. Auch das ist etwas, was du nicht aktiv machen kannst. Du kannst lediglich die Bedingungen dafür optimieren.


Handle nach dem Besten Wissen und Gewissen – und dann lasse los. Lasse zu, dass die Welle dich mitträgt. Vielleicht trägt sie dich zu einer anderen Insel, als von dir geplant. Aber wer weiß? Vielleicht gibt es dort viel mehr Früchte, als auf der anderen Insel.


Wenn wir hin und wieder Anstrengung durch Vertrauen und Hingabe ersetzen, schaffen wir automatisch einen neuen Raum für Entwicklung, Antworten und völlig neue Möglichkeiten. Wir schaffen Raum für das Leben, das sich entfalten kann.


Reflexionsfragen

  • Wo in deinem Leben versuchst du gerade etwas mit aller Kraft herbeizuführen?

  • Welche Erwartungen hältst du gerade fest?

  • Was hältst du zurück, was einfach geschehen will?

  • Wann hast du schonmal erlebt, dass etwas einfach richtig gut geworden ist, weil es von allein geschehen konnte?

Mein Licht leuchtet
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Wie auch immer du dich gerade fühlst und was auch immer die Umstände deines Lebens sind - sei dir bewusst, dass es ein Licht in dir gibt, das strahlt. Und zwar auf so individuelle Weise, wie nur dein Licht strahlen kann. 


Jeder Mensch trägt etwas ganz Einzigartiges in sich. Du bist da keine Ausnahme.

Du hast deine ganz eigene Art und Weise zu denken, zu fühlen, zu handeln, zu lieben.


Deine ganz eigene Persönlichkeit, deine Ausstrahlung ist genau die, die es jetzt gerade braucht auf dieser Erde. Du bist gemeint, du bist gewollt und geliebt – exakt so, wie du jetzt gerade bist.


Und gleich ob dieses Leuchten gerade eine lodernde Flamme oder ein schwaches Glimmen ist. Verbinde dich damit, wann immer du kannst und spüre, dass dieses die Verbindung ist – nach innen und nach außen. Es ist Lebendigkeit, es ist das Leben selbst, das durch dich hindurchfließt.


Es ist unabhängig von Status, Erfolg und Aussehen. Dieses Leuchten ist so viel wertvoller als alles, das von außen hinzugefügt werden könnte.


Und genau dieses Leuchten macht uns manchmal so unfassbar viel Angst. Wie oft bekommen wir im Leben vermittelt: bloß nicht zu laut, zu viel zu sein. Nicht zu viel Raum einzunehmen, nicht aufzufallen. Nicht den anderen das Gefühl zu geben, dass sie zu wenig sind.


Aber der Preis ist hoch – für uns und für andere. Wir selbst leben nicht, wofür wir hier sind, wenn wir unser Licht dimmen. Zumindest nicht in vollem Maße. Und für andere können wir kein Leuchtturm, keine Erlaubnis sein ihr Licht selbst voll erstrahlen zu lassen.


Unsere Erlaubnis wirklich wir selbst zu sein, ist auch immer eine unausgesprochene Erlaubnis und Einladung für andere.


Reflexionsfragen

  • Was macht dich als Mensch einzigartig?

  • Wo glaubst du dein Licht zurückhalten zu müssen?

  • Wo hast du Angst vor Bewertung und Ablehnung, wenn du ganz du selbst bist?

  • Fühlst du dich eher von strahlenden Menschen angezogen oder solchen, die ihr Licht zurückhalten?

Nichts ist zu gut um wahr zu sein
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Kennst du das auch: Etwas läuft mal so richtig gut und du wunderst dich, wo der Haken ist? Du wartest nur darauf, dass der nächste Stolperstein um die Ecke rollt? Wann die nächste Herausforderung kommt?

Etwas funktioniert ganz leicht und du fragst dich: Welchen Preis hat das? Oder: Womit habe ich das verdient?


Wir haben Enttäuschungen erlebt, wir haben gekämpft und sind vielleicht doch gescheitert. Wir haben gelernt, dass alles Gute hart erarbeitet werden muss und einen hohen Preis hat. Wir haben gelernt: „Nichts im Leben wird dir geschenkt.“

Es fällt uns leicht Schwierigkeiten zu erwarten. Wunder zu erwarten kommt uns gar nicht in den Sinn.


Wie wäre es all diese Glaubenssätze und Dinge, die man uns beigebracht hat, mal auf den Prüfstein zu stellen? Was wäre, wenn all das Gute, das Schöne, das Leichte und die Wunder genauso zum Leben gehören?


Wer hat denn etwas davon, dass wir glauben Dinge hart erkämpfen zu müssen? Und wer verliert etwas, wenn wir Dinge ganz leicht erreichen oder erhalten? Wenn wir Geschenke vom Leben, die uns gemacht werden, einfach in Dankbarkeit annehmen?


Manchmal stehen wir uns und dem Glück mit unseren Misstrauens-Überzeugungen so sehr im Weg, dass das Gute gar nicht zu uns finden kann.


Wie wäre es, das Gute als einen natürlichen Bestandteil deines Lebens einzuladen und für möglich zu halten, dass das Leben ursprünglich genauso gedacht ist?


Reflexionsfragen

  • Wann hast du zuletzt gedacht „Das ist zu schön, um wahr zu sein?“ 

  • Gibt es Bereiche, in denen du das Gefühl hast Glück, Liebe, Erfolg, etc. erst verdienen zu müssen?

  • Begegnest du schönen Möglichkeiten eher mit Misstrauen oder mit Offenheit?

  • Welche Überzeugungen über das Leben wollen vielleicht überprüft werden?

Struktur und Klarheit
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Zwei Begriffe, die auf den ersten Blick für den einen oder die andere vielleicht nicht ganz so sexy klingen. Oft wird Struktur gleichgesetzt mit Regularien, Kontrolle und Einschränkung.


Ein Fluss ohne Flussbett versickert einfach in der Weite und lässt eine Moorlandschaft entstehen, die nicht mehr zu betreten ist, auf der nichts mehr entstehen kann. Das Flussbett gibt Halt und Richtung und je fester es ist, desto klarer ist das Wasser.


Struktur bringt das Formlose in eine Gestalt. Sie gibt Ideen einen Rahmen, in denen sie sich überhaupt erst entfalten können.


Der Jakobsweg ist für viele Pilger nicht nur aus religiösen Gründen reizvoll. Er stellt einen vorgegebenen Weg mit entsprechender Infrastruktur zur Verfügung. Keine individuelle Route ausarbeiten zu müssen und einfach nur den Schildern folgen zu können, entspannt das Nervensystem und gibt die Möglichkeit innerhalb des Weges den Gedanken freien Lauf zu lassen. Es gibt nur minimalen Planungsaufwand und damit mehr Freiheit sich in den Weg hineinzugeben. Die vorgegeben Struktur und Richtung gibt damit eine Freiheit, die es ohne sie nicht gäbe.


Struktur schafft innere Klarheit. Vielleicht kennst du das angenehme Gefühl, wenn du endlich den Dachboden oder diese eine Schublade aufgeräumt hast oder endlich die Dokumente abgeheftet hast und genau weißt, wo du was findest.


Ein strukturierter Tagesablauf lässt uns meistens effizienter arbeiten, als ein planloses Dahinplätschern.

Äußere Ordnung schafft innere Ordnung und umgekehrt.


Wie wichtig eine gewisse Ordnung ist, lässt sich auf Zellebene wunderbar verbildlichen. Ein gesundes Zell-Bild lässt unter dem Mikroskop eine wunderbare Symmetrie erkennen. Wo Symmetrie herrscht, finden wir vor, was wir Gesundheit nennen – eine perfekte Funktionswiese der Organe und anderen Körperpartien. Beginnen die Zellen jedoch im Chaos zu wuchern, ohne Struktur, ohne Symmetrie, verlieren die entsprechenden Körperbereiche ihre gesunde Funktion und in der Regel nennt man dies dann Krankheit oder Tumor.


Eine gute Struktur schafft Raum.

Und Struktur schafft Klarheit. Aus Klarheit heraus können wir gute Entscheidungen treffen.

Klarheit bringt innere Ruhe und Frieden.


Reflexionsfragen

  • Wo in deinem Leben braucht es gerade mehr Struktur und/oder Klarheit?

  • Wo braucht es eine klarere Kommunikation?

  • Was ist derzeit wirklich wichtig und was lenkt mich immer wieder davon ab?

  • Wie ist deine Beziehung zu Struktur und Klarheit?

Verletzlichkeit als Stärke
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Text folgt
Veränderung
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Text folgt
Alles ist bereits da
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Kennst du diese getriebenen Gedanken von „Ich muss erst noch dieses und jenes lernen, können, entfalten, haben, sein, bevor ich…“? 

Das Gefühl, dass das Erwünschte unerreichbar in der ewigen Zukunft liegt – ungewiss, ob diese jemals erreicht wird?


Vielleicht ist es an der Zeit zu prüfen: Was ist eigentlich jetzt schon da? Und im Blick in den Rückspiegel: Was ist jetzt da, das vor ein paar Wochen, Monaten, Jahren noch nicht da war?

Vielleicht ist da schon Mut? Für das was noch vor dir liegt.

Vielleicht ist da schon ein Idee, die weiter ausgeformt werden will?

Vielleicht ist da schon Kraft, die dir hilft Herausforderungen zu meistern?


Vielleicht geht es jetzt weniger darum etwas Neues zu finden, entwickeln, lernen… und mehr darum zu entdecken und zu realisieren, was bereits vorhanden ist.


"Alles ist bereits da" heißt nicht unbedingt, dass das gewünschte Ziel schon vor der Tür steht, sondern dass die Voraussetzungen es zu erreichen in dir angelegt sind.


"Alles ist bereits da" kann aber vielleicht doch auch heißen, dass das gewünschte Ziel schon vor der Tür steht – wenn es dir nur gelingt darauf zu vertrauen und im tiefsten Herzen zu wissen, das dem so ist. „Wenn du betest, dann gehe davon aus, dass das, worum gebeten wurde, dir bereits gewiss ist.“


Reflexionsfrage:

  • In welchem Bereich darfst du aufhören den Fokus auf all das zu richten, was noch fehlt und genauer prüfen, was schon da ist?

Balance
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Den Begriff Work-Life-Balance kennen wir zu genüge. Doch mal ehrlich: Was heißt denn Leben in Abgrenzung zur Arbeit? Und ist Arbeit nicht auch Teil des Lebens? Welcher Aspekt genau braucht denn Balance im Leben?


Extreme sind niemals gut – egal in welche Richtung. Es braucht immer eine Ausgeglichenheit. Zwischen Aktivität und Ruhe. Zwischen Anspannung und Entspannung. Zwischen Geben und Nehmen. Planen und Hingeben. Rationalität und Intuition. Disziplin und Genuss. Wirken im Außen und Lauschen im Innen.


Balance ist kein Zustand, der zu jederzeit aufrecht erhalten werden kann. Es ist okay für eine Weile einen Überschuss auf einer Seite zu haben – wenn zur rechten Zeit ein Ausgleich geschaffen wird.


Wir sind immer wieder überrascht, wenn wir 10 Monate lang durcharbeiten und die erhoffte Entspannung nach 10 Tagen Urlaub nicht eingetreten ist. Wie können 10 Tage 10 Monate ausbalancieren? 


Wir beschweren uns, dass unsere permanente Aufopferung nicht gewürdigt wird und uns auszehrt. Doch sind wir denn auch bereit zu nehmen?


Und andersherum: Wenn wir stetig haben wollen – was geben wir dafür?

Alles braucht einen Ausgleich, ein natürliches Gleichgewicht.


Reflexionsfragen:

  • Was in Deinem Leben benötigt gerade mehr Balance? Und in welcher Richtung befindet sich die Schieflage? 

  • Was braucht es, um die Waage wieder auszutarieren?

Demut
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Demut hat als Begriff ein äußerst schlechtes Image. Sie wird verwechselt mit Unterwürfigkeit, mit Angstmacherei und damit sich selbst klein zu machen und zu wegzuducken.


Dabei verbirgt sich hinter Demut eine unermessliche Größe. Eine Größe, die auf den ersten Blick nicht immer sofort erkennbar ist.

Demut ist die Erkenntnis, dass wir nicht das Ganze, sondern Teil des Ganzen sind. Dass wir nicht der Ozean, sondern ein Tropfen darin sind. Dass wir nicht die Schöpfung, sondern der Schöpfung Kinder sind. 


Demut bedeutet zu erkennen, dass wir in der Annahme dieser vermeintlichen Winzigkeit unendlich groß sind. Sich nicht größer zu machen, als man ist, ist wahre Größe.


Demut bedeutet dankbar für alles zu sein, was das Leben uns schenkt und es nicht aus Mangelgefühl besser machen zu wollen. Sondern zu erkennen, dass alles perfekt ist, wir perfekt sind, wie wir sind – denn die Schöpfung irrt sich nicht. Und aus dieser Dankbarkeit und inneren Fülle heraus immer noch mehr Fülle zu generieren.


Demut bedeutet anzuerkennen, dass wir nichts wissen. Dass niemand von uns die letztendliche Wahrheit kennt – und trotzdem nach ihr zu streben. 


Wir wissen nicht, welche Last andere Menschen auf ihren Schultern tragen und wie sich ihre Wahrheit gestaltet. Demut ist die Bereitschaft sich für andere Welten zu öffnen und die eigene Wahrheit zu hinterfragen.


Demut bedeutet anzunehmen, dass es etwas viel Größeres gibt, als uns. Und dabei in dem Selbstverständnis zu leben, dass wir dadurch nicht klein sind.


Demut bedeutet nicht immer alles kontrollieren und fest in der Hand halten zu wollen, sondern abzugeben und darauf zu vertrauen, dass das Leben immer für uns ist. Auch wenn es sich keinesfalls in jedem Moment so anfühlt.


Demut ist die Fähigkeit Dankbarkeit im Selbstverständlichen und Alltäglichen zu finden.


Demut weiß um die innere Größe des Dienens, um die Stärke in der Schwäche und um die Gleichwertigkeit jedes einzelnen Entwicklungsschrittes.


Reflexionsfragen:

  • Was hast du bisher mit Demut verbunden?

  • Wo braucht es in deinem Leben etwas mehr Demut?

  • Wo hat Demut die Chance etwas in deinem Leben in etwas Positives zu wandeln?

  • Welcher Schritt kann heute getan werden, um Stolz, Überheblichkeit oder Nicht-Akzeptanz in Demut zu wandeln?

Erlaube Licht und Schatten
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Das größte Missverständnis der Menschheit ist, dass sie glaubt, das Leben müsste immer leicht und freudvoll sein. 


Freude gibt es nicht ohne Traurigkeit. Stärke kommt nicht ohne Unsicherheit aus. Beide Seiten gehören zu uns und machen das Menschsein aus. Machen das Leben aus. Erst in der Polarität können wir uns erkennen, entwickeln, entfalten, wachsen und verändern. 


Ohne Schatten hätten wir nur Licht und wären blind. Im reinen Licht sind die Konturen nicht erkennbar. Wenn wir beginnen die Schattenseiten zu negieren, besteht die Gefahr, dass wir genau dem, was wir versuchen wegzudrücken umso mehr Stärke verleihen. Je mehr Kraft wir dafür aufwenden, desto größer wird der Schatten. Der Feind kämpft mit. 


Wenn wir die Sozialen Medien betrachten, liegt der Fokus auf Freude, Erfolg, auf das pure Gelingen. Die Medien sind voll davon und suggerieren uns, dass sich alle anderen auf der Sonnenseite des Lebens befinden. Nur ich nicht. 


Und während dieses Bild präsentiert wird, wachsen Krankheiten, Angststörungen, Depressionen und entstehen Kriege in der Welt. 


Was hätten wir wohl für eine Welt, wenn wir unsere Ängste, Wut und Trauer an die Hand nehmen würden? Wenn wir Scheitern, Hinfallen und Schwere würdigen würden? Wenn wir uns in unserer Schwäche, Kleinheit und Unperfektheit feiern würden? Wenn wir wieder einen natürlichen Umgang mit Schatten, Schmerz und Tot pflegen würden? 


Ja dann würden wir uns in unserer Ganzheit annehmen und erkennen: Wir waren schon immer ganz. Schon immer heil. Wir müssen nicht mehr kämpfen. Dürfen einfach so sein. Einfach sein. 


Dasselbe gilt natürlich für unsere Lichtseiten: Auch diese wollen gewürdigt, angenommen und gelebt werden. Niemandem ist gedient, weil wir uns aus Rücksicht zurücknehmen. Nichts ist gewonnen, wenn wir aus Angst zu viel zu sein unser Licht dimmen. Wir brauchen strahlendes Licht und integrierte Schatten. 


Reflexionsfragen

  • Gegen welche Schatten kämpfst du noch immer an? 

  • Wo hältst du dein Licht zurück? 

  • Verurteilst du dich für Gefühle oder bestimmte Verhaltensweisen? 

  • Welchen kleinen Schritt kannst du heute gehen, um deine Schatten etwas mehr anzunehmen?

Es zählt nicht das WAS - nur das WIE
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Das WAS bezieht sich auf das Äußere, auf die sichtbare Tätigkeit, auf das, was in einer Stellenbeschreibung steht, auf das, was auf einer Speisekarte steht, auf die Oberfläche. Auf Aufgaben, Ziele, Ergebnisse.


Doch das WIE ist sehr viel entscheidender und macht den ausschlaggebenden Unterschied. Für alle Beteiligten.


Zwei Restaurants können die gleiche Pizza anbieten – doch ist entscheidend, WIE sie hergestellt wird. Und: WIE sie serviert wird. Mit einem Lächeln, einem freundlichen Wort, einem Gefühl, dass man willkommen ist? Oder wird sie rein mechanisch auf den Tisch gestellt ohne ein Funken Bezug zum Kunden?


Zwei Friseure können die gleiche Leistung anbieten mit vergleichbaren Fähigkeiten. Doch wird es dort einen vollen Terminkalender geben, wo die Kunden das Gefühl haben, dass sie dort König sind. Wo sie sich wohlfühlen.


Es zählt nicht, ob du Versicherungen verkaufst, Brötchen backst oder Menschen pflegst. Ob du den Haushalt machst, im Büro sitzt oder im Urlaub am Strand liegst. Das WIE ist entscheidend. 


Tust du es mit Herzblut? Mit Freude? Mit absoluter Präsenz?

Oder tust du es, weil es nun mal sein muss? Mit Widerstand? Mit Groll? Mit Genervtheit? Oder völlig abwesend?

Das WIE macht den wesentlichen Unterschied für dein seelisches Wohlergehen und das der Menschen, die dich umgeben.


Es gibt eine schöne Geschichte eines Paares, das aussteigen wollte, aus dem klassischen 40-Stunden-Job. Er war erfolgreicher Projektmanager und sie war verbeamtet. Beide verdienten gutes Geld, waren aber unglücklich mit dem, was sie taten. Gemeinsam begann sie nach Beendigung ihrer alten Jobs hin und wieder Treppenhäuser zu putzen. Sie taten es mit Freude und das bemerkten die Hausbewohner. Es entstanden nette Gespräche, die Bewohner kamen sogar aktiv heraus, wenn sie mitbekamen, dass draußen geputzt wurde. Zudem waren alle glücklich über die gründlich geputzten Hausflure. Das begann sich bald herumzusprechen unter den Hausverwaltungen, die schier verzweifelten an der Unzuverlässigkeit vieler Reinigungsfirmen. 

Dieses Paar betreibt inzwischen erfolgreich eine eigene Reinigungsfirma. Beide helfen noch hier und da aus, um den Praxisbezug nicht zu verlieren. Er hat besonders viel Freude daran die effektivsten Putzmethoden auszutüfteln. Beide achten auf eine überdurchschnittliche Bezahlung und maximale Freiheit ihrer Mitarbeiter und dass diese die gleiche Freundlichkeit den Hausbewohnern entgegenbringen. Und alle sind zufrieden. So kann selbst das Putzen von Treppenhäusern zur Erfüllung werden. Auf das WIE kommt es an.


Mit Ruhe. Mit Präsenz. Mit Achtsamkeit. Mit Dankbarkeit. Mit Herz.


Reflexionsfragen

  • In welchem Bereich braucht es mehr Herz und Präsenz, statt mehr Tun und Aufwand?

  • Wie gehst du an deine Aufgaben heran? Unter Druck oder mit innerer Ruhe?

  • Wann hast du zuletzt erlebt, dass deine innere Haltung eine Situation komplett verändert hat – obwohl das WAS unverändert blieb?

Geber gewinnen
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In einer Welt, in der oft Leistung, Wettbewerb und Selbstoptimierung im Mittelpunkt stehen, wirkt Geben manchmal wie ein Risiko.
Wer gibt, macht sich verletzlich. Wer teilt, hat vermeintlich weniger für sich selbst und verliert.


Und doch ist „Givers gain“ eine der Hauptdevisen des berühmten Erfolgs Coaches Bob Procter gewesen.

Dieser Slogan basiert auf der Erkenntnis des natürlichen Energiekreislaufes. Ohne Nehmen kein Geben, ohne Geben kein Nehmen. 


Eine Quelle bleibt klar und frisch. Nur weil sie gibt, kann sie ohne Unterlass neu gespeist werden. Das Vorhandene muss weitergegeben werden. Was fließt bleibt lebendig.


Erfolgreiche Menschen konzentrieren sich nicht darauf möglichst viel anzuhäufen, sondern anderen zu dienen. Wer großzügig Wissen, Kontakte, Unterstützung, Zeit teilt, erhält über kurz oder lang all das potenziert zurück.

(Siehe hierzu als Inspiration gerne auch den Text zur Fülle.)


„Geber gewinnen“ bedeutet selbstverständlich nicht, sich selbst aufzugeben oder ständig nur für andere da zu sein. Viel mehr geht es um das Geben aus einer inneren Haltung von Fülle. Es geht um das Geben um der Freude Willen und aus vollem Herzen.


Wer das Gefühl hat zu wenig zu bekommen, darf sich fragen: Wie kann ich mehr geben? Denn jeder hat etwas zu geben. Jeder kann etwas Zeit, Wissen, Zuspruch oder ein Lächeln verschenken.


Oder vielleicht denkst du dir, dass du sowieso schon nichts anderes tust, als zu geben und doch nichts zurückerhältst? Dann lohnt sich womöglich ein Blick auf deine Motivation. Gibst du, um zu gefallen, um Erwartungen gerecht zu werden, aus Pflicht- oder gar Schuldgefühl heraus? All das ist Geben aus Mangel. Die Energie des Mangels ist eng und verhindert einen energetischen Rückfluss. So als würde eine Plastikflasche zusammengedrückt, sodass sie kein Wasser mehr aufnehmen kann.


Wer aus dem Gefühl der Fülle, aus Freude und aus dem Herzen heraus gibt, bewegt etwas, das vielleicht nicht immer sofort sichtbar oder messbar, aber wirkungsvoll ist und oft weit über den Moment hinausgeht.


Reflexionsfragen

  • Wo gibst du aus Freude und wo aus Pflichtgefühl?

  • Welche Menschen in meinem Leben verkörpern für dich die Haltung des Gebens?

  • Wie kann ich geben, ohne mich dabei selbst zu verlieren oder zu verausgaben?

  • Was könnte ich heute schenken? Und wem?

Hier und Jetzt
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So oft findet unser Leben überall statt: Im Büro letzte Woche, im Streitgespräch letzten Monat, in den Urlaubswünschen für nächstes Jahr, in den Ängsten der Zukunft. Nur im Hier und Jetzt, da findet das Leben nur sehr selten Platz. Das Verrückte ist: Außer dem Hier und Jetzt gibt es nichts.


Eine Bar in England hatte mal ein Schild an der Straße stehen, auf dem Stand: „Morgen gibt es Freibier“. Da „Morgen“ nie auf „Heute“ umgeändert wurde, gab es natürlich nie Freibier.


Wir machen uns Gedanken darüber, was hätte passieren müssen, was sein sollte, was kommen könnte und nehmen selten wahr, was jetzt gerade ist.


Frei nach Eckart Tolle lohnt es sich immer wieder die Frage zu stellen: Welche Probleme hast du im Hier und Jetzt? „Ich habe Schulden.“ Ist das ein Problem jetzt gerade? In diesem Moment?


Wenn es dir gelingt, dich im Hier und Jetzt von allem loszulösen, das du scheinbar bist – deine Vergangenheit, deine Geschichten über dich selbst, deine Gedanken, deine Sorgen, deine Wünsche – und nur noch reines Bewusstsein bist, nichts als reines Gewahrsein dieses Moments: Welche Probleme gibt es dann noch? Und wer bist du dann?


Bewusstes Dasein führt zur inneren Ruhe und kann in manchen Fällen sehr viel effizienter, lösungsreicher und gewinnbringender sein, als permanentes Nachdenken und Wegbeamen in andere Zeiten.


Ein Gedanke, Impuls oder eine Eingebung kann eben nur „einfallen“, wenn es Platz im Gefäß gibt.


Schließe Frieden mit dem jetzigen Moment. Er ist der einzige, den du hast.



Vielleicht geht es bei dieser Botschaft aber auch darum, dass Hier und Jetzt bereits alles da ist. Da es kein Morgen und Gestern gibt, sondern immer nur heute (siehe hierzu auch die Botschaft von „Es gibt immer nur heute“) und damit alles, was gestern war und morgen kommt immer auch jetzt ist. In jeder Form und in jedem Potenzial. Also auf welches Potenzial richtest du dich aus?


Eine weitere mögliche Botschaft könnte sein, dass es im Hier und Jetzt eine Entscheidung zu treffen gilt. Nicht auf spätere Zeiten zu warten, nicht darauf zu hoffen, dass sich etwas ändert, sich nicht darauf auszuruhen, dass man erst noch irgendwas besser können muss. Vielleicht ist genau jetzt der Moment, in dem es darum geht dich klar zu positionieren.


Reflexionsfragen

  • Was zieht dich häufiger aus dem Hier und Jetzt – Vergangenheit oder Zukunft?

  • Wann hast du zuletzt völlig präsent im Hier und Jetzt gelebt? Und wie hat sich das angefühlt?

  • Was hilft dir im Hier und Jetzt anzukommen?

  • Was ist genau jetzt – in diesem Moment – bereits gut und wertvoll

  • Welche Entscheidung will im Hier und Jetzt endlich getroffen werden?

Ich bin gehalten
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Oft sind wir sehr gut darin alles zu halten – zu planen, strukturieren, kontrollieren. Wir planen unseren Tagesablauf, strukturieren Termine, kontrollieren unseren Lebensweg und nicht selten auch unsere Emotionen. Wir halten. Und halten aus. Und halten fest.


Wenn das eine ausgeprägte Eigenschaft von uns ist, spüren wir das häufig auch an Muskelverspannungen, an Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen. Oder am besten gleich im ganzen Körper.


Wie oft denken wir, dass wir Dinge allein halten müssen – Verantwortung, Entscheidung, Sorgen, Herausforderungen. Und wie oft denken wir, dass wir uns nicht verlassen können oder niemandem zur Last fallen dürfen. Sich bloß niemandem zu viel zumuten. Oder uns fehlt schlicht das Vertrauen darin, dass es etwas oder jemanden gibt, der oder das in der Lage ist uns zu halten.


„Ich bin gehalten“ ist eine kleine Erinnerung, vielleicht auch Ermutigung:

Wir wurden nie dafür gemacht, alles allein zu halten.

Es gibt Menschen, die für dich da sind und sich freuen, wenn sie für dich da sein dürfen. Und die das auch können.

Und: das Leben ist immer für dich. 


Wenn du das als Möglichkeit für dich annehmen kannst, dann versuch doch mal, etwas ans Leben abzugeben und dich von ihm halten zu lassen. Die Kraft des Lebens hat dich bis hierher gebracht. Warum sollte sie hier abrupt aufhören?


Vielleicht kannst du dich auch halten lassen von Mutter Erde oder deinem Glauben?


Schwierigkeiten und Herausforderungen werden immer Teil unseres Lebens sein – aber niemals müssen wir immer allem völlig allein begegnen. Und manchmal ist es einfach wichtig, sich für einen Moment komplett fallen zu lassen. Fallen lassen in die Ungewissheit, in die scheinbare Ausweglosigkeit, in die Arme von jemandem, dem wir vertrauen.


Was, wenn du die ganze Zeit gehalten bist – auch ohne dein Bewusstsein darüber?


Reflexionsfragen

  • Wann habe ich mich in meinem Leben besonderes getragen gefühlt?

  • An welcher Stelle wäre es wichtig dich für einen Moment mal völlig fallen zu lassen?

  • Wo versuchst du alles allein zu halten?

  • Was löst die Affirmation „Ich bin gehalten“ in dir aus? Kannst du diese Möglichkeit zu lassen?

  • Was bedeutet „gehalten sein“ für dich persönlich?

Ich empfange
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In unserer maskulin geprägten Gesellschaft haben wir gelernt: Von nichts kommt nichts. Du bekommst nichts geschenkt. Aus Ursache folgt Wirkung: Erbringe Leistung und du kannst dir etwas verdienen.


Wir sind aktiv, gestalten, planen, kontrollieren und haben alles fest im Griff. Unser Verstand ist permanent damit beschäftigt irgendwas zu zerdenken und findet keine Ruhe. Auf alle Fragen muss es sofort Antworten geben, auf Probleme müssen direkt Lösungen folgen. Mit der digitalen Welt und KI ist das ja in den meisten Fällen auch problemlos möglich.


Wir haben gelernt, dass es gut ankommt, wenn wir uns überarbeiten, wenn wir mehr an andere denken, als an uns selbst. Burnout ist zur Normalität, fast zur Mode geworden. Oft erlaubt uns erst diese Diagnose einen Schritt zurückzutreten und Erholung zu suchen oder Hilfe anzunehmen.


Die Botschaft „Ich empfange“ möchte dich zum einen motivieren dir selbst eine Erlaubnis aussprechen:

Die Erlaubnis einfach mal anzunehmen, was dir gegeben wird ohne direkt eine Gegenleistung zu erbringen und ohne schlechtes Gewissen. 


Wie viel schöner ist es jemanden auf einen Kaffee einzuladen, wenn dieser sich wahrhaft darüber freut und Dankbarkeit zeigt, anstatt diesen nur unter großen Überredungskünsten anzunehmen. Wie viel schöner ist es ein Kompliment auszusprechen, wenn mein Gegenüber es wirklich annimmt und nicht abwertet.


Wir dürfen wieder mehr darauf vertrauen, dass das Leben uns beschenken möchte. Vor allem im Herbst können wir das ganz wunderbar beobachten, mit welcher Fülle die Natur uns beschenkt, teilweise gänzlich ohne unser Zutun. Und dass obwohl wir nicht gerade gut mit ihr umgehen.


Das Leben will uns beschenken und wie oft verweigern wir die Annahme? Weil wir es vermeintlich nicht wert sind oder Sorge haben etwas schuldig zu sein oder jemandem zur Last zu fallen. 


Erlaube dir anzunehmen, was da ist, was dir angeboten wird und was noch kommen mag.


Zum anderen will die Botschaft den Wert der anderen, der femininen Seite hervorheben: Leer zu werden, nicht zu wissen, nicht zu kontrollieren, nicht zu lösen – einfach zu empfangen.


Den Wert davon, die Frage oder das Problem in den Raum abzugeben, um Unterstützung zu bitten und neugierig zu sein, was da kommen möge. Neugierig zu sein, wie das Leben antwortet und dir ggf. einen völlig anderen Weg zur Verfügung stellt, als du es dir je hättest erdenken können. Das kann unglaublich entlastend sein, sich zuzugestehen nicht alles selbst unter Kontrolle haben oder wissen zu müssen.


Zu empfangen meint nicht passiv zu sein, sondern offen – für Hilfe, für Möglichkeiten, für völlig neue Optionen, für Ideen, für all das Gute dieser Welt. 

Wer nur gibt und nie empfängt, verweigert den energetischen Fluss des Lebens.


Ein Stück weit leer zu werden und geduldig zu sein, aber auch es sich selbst wert zu sein etwas anzunehmen, ist in heutigen Zeiten eine wahre Gabe. Lebe sie. Sei bereit zu empfangen.


Reflexionsfragen

  • Wie leicht oder schwer fällt es dir Unterstützung und/oder Geschenke anzunehmen?

  • Wann hast du zuletzt etwas empfangen, für das du wirklich dankbar bist?

  • Wie kannst du zwischen geben und empfangen ein besseres Gleichgewicht herstellen?

  • Wo versuchst du gerade alles allein zu schaffen?

  • Was möchte das Leben mir gerade schenken, das ich bisher übersehen habe?

Kontrolle loslassen
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Wie wir es lieben alles fest im Griff zu haben - die Macht über unser Leben, das Tagesgeschehen und unsere Emotionen zu haben. Es gibt uns ein Gefühl der Sicherheit in einer Welt voller Unsicherheiten. Ein Gefühl, dass wir das Boot steuern können und es dann auch genau da ankommt, wo wir es haben wollen.


Wir lieben es genau zu wissen, wie das Wetter wird, Prognosen, Statistiken und Wahrscheinlichkeiten durchzuanalysieren, unsere Schritte zu tracken, unsere Herzfrequenz zu kennen und Kalorien zu zählen. Wenn wir all das wissen, haben wir unser Leben so richtig schön unter Kontrolle.

Und dann passiert das Leben, haut uns zwischen die Beine und wir wissen plötzlich nicht mehr, wo unten und oben ist. Es können aber auch Kleinigkeiten sein, wie der prasselnde Regen statt angesagtem Sonnenschein und wir haben keinen Schirm dabei.


Kontrolle zu haben ist eine Illusion, die uns schmerzlich bewusst wird, sobald wir der Ohnmacht ins Auge blicken. Je mehr wir versuchen alles fest im Griff zu haben, desto schwieriger wird es mit Veränderungen und Unvorhergesehenem umzugehen. Und desto mehr Kraftanstrengung erfordert es von uns. Es fordert Kraft alles zu bedenken, zu planen, zu tracken und überprüfen, festzuhalten und die Contenance zu wahren. Und es fordert noch mehr Kraft, wenn wir in den Widerstand gehen, sobald etwas von der Spur abweicht.


Die Kunst ist es daher flexibel zu bleiben, die Wellen zu surfen, wie sie kommen und ihre Kraft zu nutzen. Den Regen hinzunehmen und seinen Wert zu erkennen, statt über das schlechte Wetter zu schimpfen, das ohnehin seinen eigenen Regeln folgt.


„Das Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“


Es geht in dieser Botschaft darum demütig anzuerkennen, dass das Leben manchmal seine eigenen Wege hat, die nicht unbedingt mit unseren Vorstellungen übereinstimmen. Anzunehmen, dass wir eben nicht alles wissen und planen können. Allen voran nicht, wie lange uns noch bleibt, bevor der größte Kontrollverlust des Lebens passiert.


Im Loslassen von Kontrolle liegt aber auch ein unschätzbares Geschenk: die Leichtigkeit des Gefühls, nicht alles wissen zu müssen. Und die Möglichkeit, dass viel Größeres, Schöneres, Besseres in unser Leben treten kann, wenn wir ihm nicht weiter im Weg stehen und es einfach mal machen lassen.


Reflexionsfragen

  • Welche Situation in deinem Leben versuchst du besonders stark zu kontrollieren?

  • Wann hast du erlebt, dass etwas gut geworden ist, obwohl du es nicht kontrollieren konntest?

  • Welche Dinge kannst du gestalten, welche gilt es anzunehmen?

  • Wie fühlt sich die Vorstellung nicht mehr alles kontrollieren zu müssen in deinem Körper an?

Lebe in die Frage hinein
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Wir haben auf unserem Weg so unendlich viele Fragen. Und wir wollen Antworten.


Wie funktioniert das? Wie geht es weiter? Wie kann das gelingen? Wie mache ich das bloß? Wann geschieht dies und jenes?


Dank Suchmaschinen und KI sind wir es inzwischen gewohnt Antworten auf Knopfdruck zu bekommen. Das kann in manchen Fällen sehr praktisch sein.


In anderen jedoch geht es vielleicht gar nicht so sehr um die (sofortige) Antwort, sondern um die Frage, die sich entfalten will.

Vielleicht geht es darum, die Antwort auf ganz eigene Weise aufkommen zu lassen – so, wie wir es mit einem Knopfdruck oder unserem Verstand niemals hinbekommen würden.


Und vielleicht geht es manchmal darum, das Nichtwissen und den Prozess zu genießen, den Weg zwischen Frage und Antwort, die Erfahrungen und Geschenke, die unterwegs platziert sind, dankbar anzunehmen und neugierig auf das Unbekannte zu sein.


Mitunter geht es um die Erkenntnis, dass es nicht immer völlig klare Antworten gibt, sondern mehrere Wege oder Perspektiven.


Manche Fragen wollen einfach erfahren werden und geben ihre Antwort erst im Er-leben preis. In Begegnungen, in Fehlern, in Erfolgen und Niederlagen, in stillen Momenten oder Krisenzeiten.


Fragen können Einladungen und mitunter selbst grobe Wegweiser sein.

Sie sind ein Angebot zu lernen, zu beobachten und zu wachsen. Sie sind hin und wieder eine Einladung das Nichtwissen anzuerkennen und das Leben antworten zu lassen.


Reflexionsfragen

  • Welche Fragen begleiten dich momentan am Stärksten?

  • Versuchst du gerade eine Antwort zu erzwingen, die noch Zeit braucht?

  • Welche Antworten hast du erst durch das Hineinleben erhalten?

  • Wie fühlt es sich an, eine Antwort nicht sofort haben zu müssen?

Nehmen und Geben sind eins
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Es gibt oft ein Ungleichgewicht in unserer Wertung hinsichtlich des Nehmens und des Gebens.


Einige Menschen nehmen sehr gerne, vor allem nehmen sie Dinge gerne für selbstverständlich, ohne dass ihnen in den Sinn kommt etwas zurückzugeben. Sie nehmen und nutzen es nur für sich oder sie nehmen und horten. Geben wird in diesem Fall als Verlust wahrgenommen oder mit der Sorge verknüpft zu wenig zu haben.


Materielles muss nicht immer mit Materiellem ausgeglichen werden, Zeit nicht mit der gleichen Zeit. Wir haben so viel mehr zu geben, als wir glauben: Ein offenes Ohr, unser Wissen, unsere Erfahrung, ein Lächeln. Ein Dank. Wertschätzende Worte. All das ist Energie und kann in den Kreislauf zurückgeben werden.


Andere Menschen geben gerne und viel - tun sich aber äußerst schwer damit anzunehmen. Seien es Materielle Dinge, Hilfe oder Komplimente. Sie sind äußerst großzügig in Bezug auf andere, aber wenn es sich um sie selbst handelt, blockiert plötzlich alles. Es entsteht die Sorge jemandem zur Last zu fallen, jemandem etwas schuldig zu sein oder schlichtweg nicht würdig zu sein.


Erkennst du dich hier wieder?

Vielleicht auch in beiden Varianten? Manchmal bergen wir beide Anteile in uns – nur auf unterschiedlichen Ebenen.


„Nehmen und Geben sind eins“ bedeutet zum einen, dass sie in ihrer Gewichtung gleichwertig sind. Zum anderen, dass es das eine nicht ohne das andere gibt. Wir befinden uns in einem immerwährenden Kreislauf, der ins Stocken gerät, sobald sich dauerhaft ein Ungleichgewicht einstellt. Das Leben lebt von Austausch. Das Leben ist ein permanenter Wechsel von ein- und ausatmen.


Wem könnten wir geben, wenn niemand da wäre es anzunehmen? Kennst du das schöne Gefühl, wenn du jemandem geholfen hast? Warum darfst du nicht dieser Mensch sein, der das in jemand anderem auslöst? Kennst du das, jemanden zu beschenken und dass dieser sich gar nicht darüber freut, weil er sich schwer tut das Geschenk anzunehmen? Das macht nicht einmal halb so viel Spaß, wie jemandem etwas zu schenken, der oder die sich von Herzen darüber freut.


Gehörst du auch zu den Menschen, die sich nie einladen lassen wollen? Hör auf damit. Lass dich mit Freude einladen. Empfange in Dankbarkeit.


Gehörst du zu den Menschen, die sich nie Zeit für sich selbst nehmen? Fang an damit. Niemand hat etwas davon, wenn du dich verausgabst und an den Rand deiner Kräfte bringst. Den Preis zahlst am Ende du und eventuell auch deine liebsten Menschen um dich herum.


Geben aus vollem Herzen und ohne etwas zurückzuerwarten. Nehmen in voller Dankbarkeit und ohne Schuldgefühle. Das entspricht unserer Natur, dem natürlichen Kreislauf der Dinge.  

Schenke heute Zeit, erhalte morgen Verständnis. Gebe heute Kraft und empfange morgen Trost. Und ohne darauf zu achten, ob das eine oder andere ausgeglichen ist, wirst du von der Fülle des Lebens umgeben sein.


Reflexionsfragen:

  • Was fällt dir leichter: Geben oder empfangen? Warum?

  • Wie fühlt es sich für dich an Hilfe oder Unterstützung anzunehmen?

  • Wann hast du erlebt, das großzügiges Geben dir selbst ganz viel gegeben hat?

  • Gibst du manchmal mehr, als dir guttut?

  • Erlaubst du anderen dir etwas zu schenken?

Radikale Akzeptanz
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Wir hören oft, dass in der Annahme einer Situation, einer Begebenheit ein Stück Heilung und großer Frieden liegt. Und teilweise haben wir das auch verstanden, aber in der Realität fällt es uns doch so schwer; stehen uns doch unsere Widerstände, unsere Urteile, unser Rechthaben-Wollen, unsere innere Abwehr im Wege.


Was also will der Begriff „Radikale Akzeptanz“ ausdrücken? Er will einladen zu einer ganz neuen Lebenshaltung. Er möchte motivieren wirklich jeden Aspekt auf jeder Ebene deines Lebens anzunehmen – alles, was du bist und nicht bist, was du hast und nicht hast, was du erlebst oder eben nicht, was du fühlst oder nicht fühlst, was du kannst und nicht kannst. Bei keinem dieser Ebenen in den Widerstand zu gehen, nichts weg haben zu wollen.


Dabei geht es einzig um diesen Moment, jetzt gerade. Radikale Akzeptanz ist weder Resignation noch das Verbot Wünsche der Änderung oder Entwicklung zu haben. Es bedeutet auch nicht, keine Wut oder Trauer über den aktuellen Zustand empfinden zu dürfen. Dann gilt es eben die Wut und Trauer zu akzeptieren. Und wenn da Widerstände spürbar sind, ja dann bette diese in eine radikale Akzeptanz.


Wie fragst du dich? Wie soll ich ausblenden, dass ich eine bestimmte Situation so nicht will? Es geht nicht ums Ausblenden, sondern um die Akzeptanz, dass die Situation jetzt gerade so ist und dass sie sich jetzt gerade für dich nicht gut anfühlt.


Warum fragst du dich? Weil es stimmt. Weil das radikale Annehmen von allem, was jetzt gerade ist, tiefen Frieden bringt. Es befreit dich von dem Druck jetzt sofort alles ändern zu müssen. Es gibt dir die Erlaubnis genauso sein zu dürfen, wie du jetzt gerade bist. Und es schenkt dir die Zuversicht, dass jetzt gerade alles genau richtig ist. So makaber das vielleicht klingen mag in deiner Situation.


Wir wissen oft nicht, wofür etwas gut ist. Aber wenn wir die Mauern der Widerstände und der Ablehnung einreißen, ja dann erfahren wir häufig, dass sich dahinter Türen verbergen, die uns dorthin führen, wo wir hinwollen. Oder dorthin führen, wo wir nicht einmal wussten, dass wir da eigentlich hinwollen.


Wenn wir aufhören etwas festzuhalten (und Widerstand ist eine Form des Festhaltens), werden unsere Hände frei, um Neues zu gestalten.


Radikale Akzeptant ist die Einladung dir die Erlaubnis zu geben: „Ja, so ist es jetzt“ und dann gelöst einen Schritt weiter zu gehen – im Vertrauen, dass das Leben immer für dich ist.


Reflexionsfragen

  • Gegen welche Realität in deinem Leben kämpfst du innerlich an?

  • Wo verwechselst du Akzeptanz mit Resignation?

  • Welche Gefühle versuchst du zu verdrängen, anstatt sie anzunehmen?

  • Welche Situation in deinem Leben hast du erst verändern könne, nachdem du sie angenommen hast?

Träume groß!
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Text folgt
Vertraue auf dein Gefühl
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Text folgt
Wie innen so außen
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Text folgt
Alles ist möglich
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Wir sind oft richtig gut darin all das zu sehen, was herausfordernd ist, uns begrenzt, uns zurückhält… Wir sind richtig gut in Ausreden, Ausflüchten, Entschuldigungen, in „vielleicht irgendwann mal“ und in „alle andere, aber ich doch nicht“. Wir begrenzen uns auf das, was wir bereits kennen, auf das was wir gewohnt sind, was wir erfahren haben. 


Ungleich schwerer ist es sich auf etwas zu fokussieren, was wir noch nicht kennen, noch nicht erlebt haben und auch in unserem Umfeld nicht üblich ist. Auf etwas, das so viel größer ist, als das Gewohnte. Als die Komfortzone.


Doch die Magie beginnt in dem Moment, in dem deine Vorstellungskraft alte Gedankenmuster durchbricht und sich wie kleine Sonnenstrahlen durch die Wolkenschicht ihren Weg bahnen.

Henry Ford sagte eins: „Das Automobil wird sich nicht durchsetzen – allein schon aus Mangel an Fahrern.“ Nicht nur, dass seit es langem gewöhnlich ist ein Auto zu besitzen. Nein, bald schon braucht es tatsächlich gar keine Fahrer mehr. Alles ist möglich.


Befreie dich davon den Weg kennen zu müssen und richte dich aus. Dann ist wirklich alles möglich. Wenn du es denn für möglich hältst. Oder dich im ersten Schritt zumindest mal dafür öffnest, dass es ganz vielleicht möglich sein könnte.


Reflexionsfrage:

  • Was hättest du gerne in deinem Leben, das du bisher für unmöglich gehalten hast? Ist es tatsächlich unmöglich?

Danke
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Dankbarkeit ist nicht immer ein Hochgefühl. Dankbarkeit ist eine Grundeinstellung, eine Lebenshaltung – eine spezielle Form der Wachheit, Demut und Verantwortungsübernahme.


Wer aufmerksam durchs Leben geht, kann die kleinen blühenden Schneeglöckchen bemerken, die den Frühling ankündigen, auch wenn er noch nicht spürbar ist. 

Dankbarkeit ist die Fähigkeit die Schönheit in den vielen kleinen Dingen zu erkennen, die sich uns tagtäglich präsentieren. Ein Lächeln, ein nettes Wort, ein schöner Ausblick, eine interessante Wolkenformation.


Dankbarkeit ist die Wertschätzung all dessen, was wir im Leben zur Verfügung gestellt bekommen – an Materiellem und Immateriellem. Für all die Dinge, die so schnell selbstverständlich werden können. Das frische Brot vom Bäcker. Das warme und saubere Wasser aus dem Wasserhahn. Das Licht, das mit einer Fingerbewegung erleuchtet.


Dankbarkeit ist die Fähigkeit auch in den unangenehmen Dingen ein Geschenk zu erkennen – oder zumindest zu erahnen und danach Ausschau zu halten. Sie ist das innere Vertrauen, dass alles etwas Gutes in sich bergen kann und uns dabei hilft uns weiterzuentwickeln.


Dankbarkeit ist der ausgerichtete Fokus auf das, was schon da ist – nicht auf das, was fehlt.

Am Abend vor dem Schlafengehen drei Dinge aufzuzählen, für die man dankbar ist, ist soviel mehr als eine kleine nette Übung. Sie hilft uns in die Präsenz, Demut und Verantwortung zu finden – und wird somit nach und nach zu einer Grundhaltung, die ein ganzes Leben verändern kann.


Reflexionsfragen

  • Wofür bist du heute dankbar?

Impuls

  • Setze dich mit ein, zwei anderen Menschen zusammen und macht eine Runde, in der nacheinander jeder und jede eine Sache aufzählt, für die er/sie dankbar ist, solange bis euch nichts mehr einfällt. Es könnte sein, dass ihr an einem Abend nicht damit fertig werdet. 

  • Und dann fühlt in euch hinein: Wie fühlt es sich an so voller Dankbarkeit zu sein?

Der Weg legt sich vor Dir aus
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Wenn sich Veränderungen im Leben einstellen – gleich welcher Art – hätten wir es am liebsten, dass jeder Schritt genau vorgegeben ist und wir lediglich einer klaren Struktur folgen müssen. 


Wir wollen zu einem bestimmten Ziel, haben aber keine Ahnung, wie das geht und bleiben häufig genau deshalb auf der Stelle stehen. Wenn wir nicht gar einen Rückschritt machen. 


Die Magie des Lebens besteht aber darin, dass sich der Weg häufig erst dann zeigt, wenn eine klare Entscheidung getroffen wurde. Plötzlich ergeben sich Möglichkeiten, an die man nicht gedacht, Gelegenheiten, die man nicht für möglich gehalten hatte. 


Die Herausforderung ist dem Leben zu vertrauen und sich ihm hinzugeben. Schritt für Schritt in Ungewissheit weiterzugehen. Doch wenn einem das gelingt, muss man sich nicht so sehr um das WIE sorgen – solange das WAS klar ist. Türen öffnen sich oft erst im Gehen, Klarheit entsteht häufig erst durchs Machen, Erfahren, Erleben. 


Nicht von vornherein den ganzen Weg zu kennen kann beängstigend sein – aber auch befreiend. Ist es nicht schön, dass wir nicht immer alles wissen müssen? Dass wir Dinge abgeben und in die Hände des Lebens legen können? Diese neue Perspektive ermöglicht das Potenzial einer unglaublichen Entlastung. 


Reflexionsfragen

  • Gibt es einen Schritt, den du nicht gehst, weil du nicht weißt, wie es weitergeht? 

  • Hast du ein Traum, der dir zu groß erscheint? 

  • Was wäre ein kleiner nächster Schritt, den du bereits gehen kannst – auch ohne den ganzen Weg zu kennen? 

  • Wann hast du bereist erlebt, dass sich der Weg erst beim Gehen gezeigt hat?

Es gibt immer nur heute
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Yesterday is history, tomorrow is a mystery. 

Wir kennen es, dass unsere Gedanken meistens in der Vergangenheit oder in der Zukunft sind und sehr selten oder gar nicht im Hier und Jetzt. 


Doch das Gestern lässt sich nicht mehr verändern. Das morgen noch nicht leben. „Morgen ist ein besserer Tag.“ „Das wollte ich irgendwann mal machen.“ „Dieses Jahr fange ich damit nicht mehr an.“ 


Die Physiker erzählen uns, dass Zeit eine Illusion ist, dass es diesen linearen Ablauf von Ereignissen gar nicht gibt. Auch wenn unser Gehirn das kaum greifen kann, lassen wir uns doch mal auf dieses Gedankenexperiment ein: Alles ist jetzt. Alles, was jemals war und sein wird und sein könnte, ist jetzt. In diesem Augenblick. 


Wenn alles jetzt ist, dann liegt auch alles, was wir verändern können, genau hier. Heute. In diesem einen Moment. Wir können heute anfangen. Heute etwas ausprobieren. Heute etwas verändern. Heute eine Entscheidung treffen. Heute einen Gedanken loslassen oder einen neuen zulassen. Heute leben. Jetzt. In diesem Moment. 


Reflexionsfragen

  • Bist du mit deinen Gedanken häufiger in der Vergangenheit oder in der Zukunft? 

  • Wie sehen die Zukunftsgedanken aus? 

  • Was verschiebst du immer wieder? 

  • Was hilft mir im Heute anzukommen?

Folge der Freude
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Wir sind es häufig gewohnt, dass Arbeit, Alltag und das Leben im Allgemeinen irgendwie anstrengend sind. Dass man sich anstrengen, hart arbeiten muss, abrackern, schuften und dass das ganze eigentlich auch nicht so richtig viel Spaß bringt. Pflichten müssen erledigt, Erwartungen erfüllt und Opfer gebracht werden. „Das Leben ist kein Ponyhof.“


Und was wenn doch? Was ist, wenn das Leben gar nicht so gedacht ist?


Wir sind dafür gemacht zu wirken, zu kreieren, zu schöpfen, zu gestalten. Aber wer hat gesagt, dass das anstrengend und am besten noch mit Leid verbunden sein muss? Warum darf Leistung nicht auch leicht und voller Freude sein?


Irgendwie gehen wir davon aus, dass etwas umso mehr wert ist, wenn es uns richtig viel Kraft gekostet hat – Schweiß und Blut am besten noch dazu. Wenn uns etwas sehr leicht von der Hand gegangen ist und sich jemand dafür bedankt, tun wir das sofort ab. „Ach, das war doch leicht.“ Na und? Ist der Kuchen, den du gebacken hast deswegen weniger lecker? Ist das Zuhören, das du jemandem geschenkt hast weniger wert, nur weil es dich keine Kraft gekostet hat?


Eine Reiseleiterin sagte mal: „Verratet es nicht meinem Chef, aber das hier macht mir richtig viel Spaß.“ So als wäre ihre Dienstleistung nichts mehr wert, weil es ihr Freude macht. 


Doch gerade die Freude, die in eine Tätigkeit hineinfließt, macht sie umso wertvoller.

Die Freude ist es, die dir den Weg weist, die dich in den Erfolg führt, die aufzeigt, wo du am meisten zu geben hast ohne auszubrennen.


Ein inspirierendes Beispiel: Es gab da dieses Mädchen, dessen Lieblingsfilm Ariel war. Sie träumte über Jahre davon wie eine Meerjungfrau im Meer zu schwimmen. Inzwischen ist sie erwachsen und Gründerin der weltweit ersten Meerjungfrauenakademie und erfüllt anderen diesen Traum.


Und na klar, manchmal müssen wir eben auch die Dinge tun, die uns weniger bis keine Freude bringen. Aber Hand aufs Herz: Wie viel Raum schenkst du der Freude? Wie viel Platz hat sie in deinem Leben? Und vor allem: Wie viel wert hat etwas, das einfach nur Freude und schlimmer noch: womöglich gar keinen Sinn gemacht hat?


Freude meint dabei nicht immer unbedingt Ekstase. Freude kann auch ganz leise sein. Sie kann sich im Vergessen der Zeit äußern. Im Gefühl der tiefen Erfüllung. In der Wahrnehmung einer angenehmen inneren Ruhe. In tiefer Zufriedenheit. In Lebendigkeit.


Freude zeigt uns nicht nur, was uns glücklich macht, sondern auch wer wir sind, was uns ausmacht und wo wir hingehören.


Impulsfragen

  • Was bringt dir echte tiefe Freude – unabhängig von Erwartungen anderer?

  • Wann hast du dich zuletzt wirklich lebendig gefühlt? Und wie kannst du das wieder in dein Leben einladen?

  • Wann hast du zuletzt etwas getan, das total sinnlos war, aber Freude gemacht hat?

  • Wo tust du eine Leistung, eine Fähigkeit oder Gabe ab, weil es dir einfach leicht fällt?

Geduld
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„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Wir alle kennen diesen Spruch – diese Tatsache zu akzeptieren, fällt uns häufig dennoch schwer. Wir mögen es die Dinge zu kontrollieren und dazu gehört auch das Zeitgeschehen.


Etwas noch nicht zu können, zu haben, zu wissen, zu erleben kann sich manchmal als unerträglich erweisen. Doch spricht Ungeduld für ein inneres Mangelgefühl oder aber die schlichte Abwehr des jetzigen Zustandes.


Gerade in der heutigen Zeit, in der wir vieles auf Knopfdruck erhalten oder selber auf Knopfdruck liefern müssen, enthält Geduld die große Chance der Entschleunigung. Manche Dinge müssen sich langsam und im Rhythmus des Lebens entfalten, organisch wachsen und sich nach und nach aufbauen - und erhalten gerade dadurch einen größeren Wert.

Geduldig zu sein meint nicht untätig zu sein, sondern den Prozess anzuerkennen.


Das Universum ist immer pünktlich. Wenn es für dich stimmig ist, kannst du „Universum“ auch durch „Gott“ ersetzen. Wenn dir gelingt, darauf zu vertrauen, dass alles zur rechten Zeit passiert, dann birgt das die Chance in eine tiefe Ruhe zu kommen. In ein Gefühl des nicht mehr Müssens. 


Aus Hektik wird Entspannung, aus Abwehr wird Akzeptanz, aus Getriebensein ein Ankommen im Hier und Jetzt. Und aus Abwarten wird tiefe Vorfreude.


Reflexionsfragen

  • Wo in deinem Leben wünschst du dir gerade schnelle Ergebnisse oder Veränderungen?

  • Wo hast Du erlebt, dass etwas Gutes erst durch Geduld entstehen konnte?

  • Was hilft Dir Vertrauen zu behalten, auch wenn noch nicht alles sichtbar ist?

  • Welcher Entwicklung in Deinem Leben könntest du mehr Zeit zugestehen?

  • Wo bist Du ungeduldig mit Dir selbst?

Ich bin Teil des Ganzen
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Für uns ist es normal und täglich wahrnehmbar, dass es da ein Du und ein Ich gibt. Ein Dort und ein Hier. Ein Außen und ein Innen. Wir sind im täglichen Erleben der Dualität.


Zunächst einmal existiert niemand jemals allein. Wir beeinflussen uns gegenseitig ohne Unterlass – durch Worte, Taten, Gesten, Begegnungen. Wir sind eingebettet in Gemeinschaften, Familien, Beziehungen, in Lieferketten, in ein soziales Gefüge. 


Selbst wenn wir uns zurückziehen und ein Leben als Eremit führen, existiert niemand jemals ohne andere. Und sei es, dass wir dann immer noch den Bäcker brauchen, der uns die Brötchen backt oder die Mitarbeiter des Stromlieferanten, der uns mit Strom versorgt. 


Wir sind immer, ob wir wollen oder nicht, eingebunden in ein riesiges Beziehungsgeflecht und brauchen einander. Wir wurden nie dafür gemacht allein durch diese Welt zu gehen. Wir wurden dazu gemacht uns zu berühren, inspirieren, versorgen, motivieren, triggern, halten und gemeinsam zu wachsen.


Dabei spielt jeder und jede von uns eine ganz besondere Rolle in diesem unendlichen großen Geflecht. Es ist egal, ob du dir deiner Rolle bewusst bist oder nicht. Aber du bist hier, du wurdest als ein ganz individuelles Puzzelstück dieses dynamischen Puzzels hier auf die Erde geschickt. Das allein ist Beweis genug für die Wichtigkeit deiner Existenz.


„Ich bin Teil des Ganzen“ bringt damit zum einen zum Ausdruck: 

du zählst. Du bist wichtig!


Zum anderen vermittelt es, dass wir immer miteinander verbunden sind und alles, was wir tun, Auswirkungen auf das große Ganze hat. Das erfahren wir meist auf der sichtbaren Seite.


Auf der Seite jenseits unserer Sinne lösen sich Dualitäten völlig auf. Das mag verwirrend für den Verstand sein, ist aber die Wahrheit hinter dieser Illusion: Ein getrenntes Du vom Ich gibt es nicht. Genauso wenig wie ein getrenntes Außen von Innen. 


Damit ist es relevant, was wir tun, was wir in die Welt geben. Es ist relevant, was wir denken. Es ist wahr, dass wir auf dieser Welt etwas bewirken. Immer.


Und Teil des Ganzen zu sein bringt noch eine weitere Tatsache mit sich: 

Wir müssen nicht alles alleine tragen. Denn auch dafür wurden wir nie gemacht.


Reflexionsfragen

  • Wann hast du das letzte Mal wahrgenommen einen Einfluss auf andere zu haben?

  • Wie fühlt es an, wenn du dir bewusst machst Teil des Ganzen zu sein

  • Wo versuchst du alles allein zu tragen?

  • Welche Verantwortung ergibt sich daraus Teil des Ganzen zu sein?

Ich bin genug
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„Was willst du mal werden, wenn du groß bist?“ fragte die Oma ihr Enkelkind. Völlig verblüfft antwortet dieses darauf: „Wieso werden? Ich bin doch schon ich.“


Wie viel weniger Sorgen hätten wir wohl in unserem Leben, wenn wir alle mit diesem Selbstverständnis groß werden und dieses auch beibehalten würden? 


Stattdessen gehen wir oft mit der Vorstellung durch und in die Welt, dass wir erst noch dies und jenes lernen, entwickeln, können, erwerben müssen, um anerkannt und geliebt zu werden. Das rein Sein scheint nicht auszureichen.


Erst wenn ich klüger, schneller, schöner, reicher bin, ja dann bin ich jemand, der es wert ist geliebt zu werden. Dann bin ich genug. Manchmal liegt der Maßstab auch im Vergleich zu anderen Menschen.


Die Version von uns, die genug ist, liegt häufig in der Zukunft und dort bleibt sie auch. Das Gefühl der Zufriedenheit und Selbstannahme wird ebenfalls auf die Zukunft verschoben. Oder im schlimmsten Falle völlig abgeschrieben und nur den anderen vorbehalten.


Die Botschaft „Ich bin genug“ will genau dieses Selbstverständnis von der Zukunft in die Gegenwart holen. Es war nie so gedacht, dass wir unseren Wert durch eine Leistung, eine Eigenschaft, eine Errungenschaft oder sonst etwas, das von außen hinzugefügt wird, komplettieren.


„Ich bin genug“ bedeutet, dass wir zwar weiterhin wachsen und nach größerem streben dürfen - aber das eben auf der Grundlage eines Wertes, zu dem nichts weiter hinzugefügt werden kann. Der schon vollständig ist; der schon genug ist.


Wenn wir uns auf der Basis der inneren Fülle weiterentwickeln, ja dann ist dieser Weg kein Kampf mehr, sondern ein aufregendes Abenteuer voller Neugier und ohne Angst Fehler zu machen.


Wir können wachsen und schon vollständig sein.

Wir können lernen und bereits wertvoll sein.

Wir können Fehler machen und dabei liebenswert bleiben.


Die größte Herausforderung besteht vermutlich nicht darin immer noch mehr zu werden, sondern anzuerkennen, dass dies überhaupt nicht möglich ist.

Denn du bist genug. Jetzt. Hier. Heute. Mit allem, was ist.


Reflexionsfragen

  • In welchem Bereich deines Lebens hast du das Gefühl noch nicht genug zu sein?

  • Woran machst du deinen Wert häufig fest?

  • Wer wäre ich, wenn ich nichts mehr beweisen müsste?

  • Wie sprechen ich mit mir selbst, wenn mir etwas nicht gelingt?

Ich fließe mit dem Leben
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Wie viel Energie verbringen wir damit gegen das Leben und das, was gerade ist, anzukämpfen?


Wir wünschen uns, dass die Dinge anders laufen, Menschen sich anders verhalten oder Dinge sich schneller verändern. Doch das Leben folgt nur selten unseren Vorstellungen. 


Und mehr noch: Es hat nicht nur seine eigenen Wege - es ist sogar so, dass wenn wir aufhören dagegen anzukämpfen, wie ein Schwimmer gegen tosende Wellen und uns mit dem Fluss des Lebens mittragen lassen, viel mehr Leichtigkeit entstehen kann. 


Nicht nur, weil wir nicht mehr kämpfen müssen. Sondern weil sich in dem Moment der Hingabe häufig Dinge ergeben, die wir nie hätten erkämpfen, erzwingen oder mit Kontrolle herbeiführen können.


Es geht nicht darum in Passivität zu verfallen oder zu resignieren und nichts mehr verändern zu dürfen. Es geht um die Fähigkeit den Unterschied zu erkennen zwischen dem, was wir gestalten und dem was wir gerade nicht verändern können. 

Es geht um die Fähigkeit der Annahme, die nicht selten unmittelbare Veränderungen mit sich bringt.


Der Fluss kämpft nicht an gegen Steine oder andere Hindernisse. Er findet seinen Weg drum herum und formt dadurch neue Flussufer oder Strömungsbedingungen.


Hindernisse sind immer wieder auch Gelegenheiten neue Bedingungen zu schaffen, altes zu hinterfragen. Probleme sensibilisieren für die Frage, ob dieser Weg noch der richtige ist oder das Tempo oder das Umfeld.

Widerstände rauben uns Kraft und Energie. Die Offenheit für das Unbekannte und den natürlichen Fluss des Lebens hingegen kann uns entlasten. 


Ja, sie kann sogar richtig viel Freude machen und Neugier auf das Unbekannte bewirken.


Reflexionsfragen

  • Wo bist du gerade im großen Widerstand?

  • An welcher Stelle versuchst du zu kontrollieren, anstatt dich dem Leben anzuvertrauen?

  • Wann hast du bereits erlebt, dass der Fluss des Leben ohne dein Zutun dich genau an die richtige Stelle getragen hat?

  • Was hilft dir in unsicheren Zeiten beweglich zu bleiben?

Kraft der Stille
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Wer von uns kennt denn wirklich Stille? Wir sind permanent beschäftigt. Wir sind am Organisieren, Planen, Machen, Haushalten. Am Reden, Denken und Beschallen lassen. Wir sind eingebettet in Erwartungen, Verpflichtungen, Termine und eine Flut von Informationen.


Es ist so gut wie nie wirklich still. Und Hand aufs Herz: die wenigen stillen Momente werden doch meist gefüllt mit Podcasts, Serien oder scrollen durch Social Media – und nennen das dann „Zeit für mich“.


Wir hören und sehen den ganzen Tag über unendlich viel, sind unzähligen Einflüssen und Reizen ausgesetzt. Doch was wir dabei häufig überhören, ist unsere innere Stimme. 


Bei all dem Lärm ist es schwer, noch die eigene Intuition wahrzunehmen. Bei all dem Fokus im Außen hören wir auch oft nicht oder erst viel zu spät die Stimme unseres Körpers.


Und vor allem überhören wir immer wieder die Stimme des Lebens, das manchmal mit einer ganz eigenen Sprache zu uns spricht


Das Leben besteht aus Zyklen. Die lauten, nach außen gewandten Zeiten sind nichts Schlechtes. Wir brauchen sie. Nur vergessen wir im Alltag so oft, dass es genauso die stillen, nach innen lauschenden Momente braucht.


Teilweise erlauben wir uns die Stille auch nicht. Wir wagen es nicht, in das Nichts hineinzuhorchen. Denn dann könnte uns auffallen, wie laut es in Wahrheit in uns ist und dass Dinge hörbar werden, die wir doch die ganze Zeit über so fleißig zu übertönen versuchen.


Die Stille hat ihren ganz eigenen Klang. Sie ist immer da. Sie schwingt zwischen den Tönen und Geräuschen. Sie klingt zwischen den Zeilen. Sie ist ein friedlicher Ort in dir. Sie ist dort, wo wir auch Ruhe und Harmonie finden.


Es braucht mitunter etwas Mut sich der Stille hinzugeben. Denn wir wissen nicht, was sie uns zeigt oder welche Version von uns sie hervorbringt. Vielleicht braucht es auch unsere Erlaubnis und Bereitschaft, den Raum der Stille nicht sofort wieder mit Gedanken zu füllen. Zumindest keine Gedanken, die du bewusst steuerst, um bspw. den nächsten Termin vorzubereiten.


Stille ist eine Einladung dort nichts hineingeben zu müssen, sondern aus ihr heraus zu empfangen. Wenn uns das gelingt, ja dann haben wir wahrhaft die Chance die enorme Kraft zu erleben, die in der Stille liegt.


Reflexionsfragen

  • Wie oft lässt du Stille in deinem Leben zu?

  • Wie fühlst du dich, wenn es um dich herum still wird?

  • Gibt es etwas, von dem du dich durch äußeren „Lärm“ ablenkst?

  • In welchen Momenten erreichen dich tiefere Erkenntnisse oder Antworten?

Leichtigkeit
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Wir alle wünschen uns Leichtigkeit in unserem Leben.

Doch sind wir meistens viel besser darin dem Druck von außen oder von uns selbst standzuhalten, festzuhalten, anzuspannen. Schwere ist oft ein vertrauter Begleiter.


Leichtigkeit erfordert die Bereitschaft Ballast abzuwerfen, an den wir uns längst gewöhnt haben.


Allein das Wort – wenn du ganz genau hin spürst – verändert schon etwas im Körper. Muskeln beginnen sich zu entspannen, die Schultern sinken ab, der Atem fließt tiefer.


Leichtigkeit entsteht nicht, wenn sich die äußeren Bedingungen ändern – sondern wenn wir unsere Art und Weise, wie wir auf äußere Bedingungen reagieren, verändern. Zwei Menschen können dieselbe Situation völlig unterschiedlich erleben. Während der eine sich über den Regen beschwert, freut sich der andere, dass er es warm, trocken und gemütlich Zuhause hat.


Leichtigkeit ist eine Entscheidung die wir treffen können, etwas das wir zurückerobern können.


Sie ist eng verwandt mit der Gelassenheit. Sie erkennt die Gelegenheit im Hindernis, die Chance in der Herausforderung. Mit Leichtigkeit im Gepäck können wir dem Unbekannten voller Vorfreude entgegen gehen.

Leichtigkeit entsteht nicht im perfekten Moment, sondern wenn wir den Moment so annehmen, wie er ist.


Leichtigkeit ist das Fundament von Humor, hilft uns über uns selbst zu lachen und alles nicht ganz so ernst zu nehmen.


Leichtigkeit entsteht dort, wo wir Erwartungen loslassen und ins Vertrauen gehen, dass alles immer zu unserem Besten geschieht.

Sie ist die Basis von Phantasie, Kreativität und spielerischer Unsinnigkeit.


Reflexionsfragen

  • Was in deinem Leben möchte etwas leichter genommen werden?

  • Wann fühlst du dich wirklich leicht und unbeschwert?

  • Wie fühlt sich Leichtigkeit in deinem Körper an?

  • Mit welchem Schritt könntest du heute mehr Leichtigkeit in dein Leben einladen?

Neues kommt
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„Das einzige, das beständig ist, ist der Wandel.“

Wir kennen diese Aussage. Wir wissen, dass sie wahr ist – und doch tun wir oft so, als würde alles immer so bleiben, wie es jetzt ist. Und doch tun wir uns mit Veränderung so unfassbar schwer und versuchen häufig den Status quo beizubehalten.


Oder andersherum: Wenn wir in einer schwierigen Phase sind, befürchten wir so oft, dass sie niemals enden wird.


Wofür steht diese Botschaft für dich?


Fürchtest du dich, dass die Dinge so bleiben wie sie sind und sehnst dich nach etwas Neuem? Dann ist dies vielleicht die Einladung ins Vertrauen zu gehen, dass sich etwas zum Guten wandelt und dass das Leben für dich ist.


Oder fürchtest du Veränderung und hättest gerne, dass alles beim Alten bleibt? Auch dann mag diese Botschaft als Einladung dienen ins Vertrauen zu gehen, dass alles zu deinem Besten geschieht.


Was auch immer es ist: Das Leben ist permanenter Wandel und wir tun gut daran uns immer wieder darauf auszurichten, dem Wandel Platz zu schaffen. „Neues kommt“ ist vielleicht weniger als eine Vorhersage zu sehen, sondern als innere Haltung. Eine Haltung der Offenheit, der Neugier, der Zuversicht.


Es ist nicht wichtig zu wissen, wie das Neue genau aussieht, sondern offen für all die Möglichkeiten zu bleiben, die sich auftun und auf Empfang zu gehen.


Reflexionsfragen:

  • Welche Veränderung kündigt sich in deinem Leben gerade an?

  • Wo hältst du an etwas fest, obwohl es nicht mehr zu dir passt?

  • Welche neuen Möglichkeiten übersiehst du vielleicht?

  • An welcher Stelle wünschst du dir Veränderung und hast Sorge, dass sie nicht eintritt?

  • Welche Gefühle löst das Unbekannte in dir aus?

Sanftmut und Milde
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Vergebung
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Vertrauen und Hingabe
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Zeit für etwas "mir egal"
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